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Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt: 
Welche Rolle spielen Hormone und Schilddrüse?

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann viele Ursachen haben. Neben gynäkologischen und reproduktionsmedizinischen Faktoren spielen auch Hormone, Schilddrüsenerkrankungen und Stoffwechselprozesse eine wichtige Rolle für die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern. Im Hormon- und Schilddrüsenzentrum des MVZ PAN Instituts in Köln untersuchen wir gezielt, ob hormonelle oder schilddrüsenbedingte Ursachen Ihren Kinderwunsch beeinflussen. 

Dabei arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten aus der Reproduktionsmedizin, Endokrinologie und Schilddrüsenmedizin eng zusammen. Der Vorteil für Patientinnen und Patienten: Hormonelle Fragestellungen müssen nicht isoliert betrachtet werden. Stattdessen können reproduktionsmedizinische, endokrinologische und schilddrüsenmedizinische Aspekte gemeinsam bewertet werden. So entsteht ein umfassender Blick auf mögliche Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches. 

Mit moderner Diagnostik und einer individuell abgestimmten Behandlung erkennen wir hormonelle Störungen frühzeitig und ordnen Ihre Befunde verständlich ein. Gemeinsam entwickeln wir die nächsten Schritte und begleiten Sie mit einem interdisziplinären, koordinierten Behandlungskonzept – mit dem Ziel, Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft unter Berücksichtigung aller Einflussfaktoren bestmöglich zu unterstützen.

 
Wenn Hormone die Fruchtbarkeit beeinflussen

Die Fruchtbarkeit wird durch das Zusammenspiel verschiedener Hormone gesteuert. Bereits kleine Veränderungen können den Menstruationszyklus, den Eisprung oder die Eizellreifung beeinflussen. Auch die Schilddrüse spielt dabei eine wichtige Rolle, da ihre Hormone zahlreiche Stoffwechselprozesse und das hormonelle Gleichgewicht steuern. Nicht jede Auffälligkeit bedeutet automatisch eine hormonelle Erkrankung. Eine gezielte Diagnostik hilft jedoch, mögliche Ursachen frühzeitig zu erkennen und individuell einzuordnen. Im Hormon- und Schilddrüsenzentrum begleiten wir Sie von der Diagnostik über die individuell abgestimmte Therapie bis zur langfristigen Betreuung.


Interdisziplinäre Betreuung unter einem Dach: ganzheitliche Kinderwunschtherapie im Rahmen des Hormonzentrums

Ein wesentlicher Vorteil des MVZ PAN Instituts ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen. Je nach Fragestellung arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen eng zusammen und stimmen Diagnostik sowie Behandlung individuell aufeinander ab. Zum interdisziplinären Team gehören unter anderem:
 

  • Endokrinologie / Diabetologie
  • Gynäkologische Endokrinologie / Reproduktionsmedizin
  • Laboratoriumsmedizin
  • Humangenetik
  • Innere Medizin / Kardiologie
  • Radiologie / Nuklearmedizin
  • Urologie / Andrologie


Als Teil des medizinischen Netzwerks der PAN Klinik Köln kann das MVZ PAN Institut bei Bedarf weitere Fachbereiche in die Diagnostik und Behandlung einbinden. So profitieren Sie von kurzen Abstimmungswegen und einer umfassenden Betreuung – auch bei komplexen Fragestellungen oder wenn mehrere medizinische Disziplinen beteiligt sind.

Antworten auf häufige Fragen

1. Kann meine Schilddrüse den Kinderwunsch beeinflussen?

Schilddrüsenerkrankungen gehören zu den häufigsten hormonellen Begleiterkrankungen bei Frauen im reproduktiven Alter und können den Kinderwunsch beeinflussen. Sowohl eine Schilddrüsenunterfunktion als auch eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Hashimoto-Thyreoiditis können Auswirkungen auf den Hormonhaushalt, den Zyklus und die Fruchtbarkeit haben. Im Hormon- und Schilddrüsenzentrum beurteilen wir deshalb gezielt Ihre Schilddrüsenfunktion. Dazu gehören unter anderem die Schilddrüsenwerte, Schilddrüsenantikörper sowie bestehende Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto, eine Unter- oder Überfunktion. Auch vor einer geplanten Kinderwunschbehandlung prüfen wir, ob die Schilddrüse optimal eingestellt ist. Die Beurteilung erfolgt immer individuell und berücksichtigt Ihre Beschwerden, Laborwerte, Vorerkrankungen sowie eine geplante oder bereits laufende reproduktionsmedizinische Behandlung.

2. Wann ist eine hormonelle Abklärung bei Kinderwunsch sinnvoll?

Eine hormonelle Abklärung kann sinnvoll sein, wenn eine Schwangerschaft trotz regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr über einen längeren Zeitraum ausbleibt. Auch bei unregelmäßigen Zyklen, bekannten Schilddrüsenerkrankungen, Hashimoto, PMOS, wiederholten Fehlgeburten oder auffälligen Laborwerten empfiehlt sich eine gezielte Untersuchung. Gemeinsam prüfen wir, ob hormonelle oder stoffwechselbedingte Ursachen Ihren Kinderwunsch beeinflussen und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.

3. Kann eine Schilddrüsenunterfunktion eine Schwangerschaft verhindern?

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und unter anderem zu Zyklusstörungen oder einem ausbleibenden Eisprung führen. Ob sie die Ursache eines unerfüllten Kinderwunsches ist, muss jedoch immer individuell abgeklärt werden. Eine frühzeitige Diagnose und gegebenenfalls Behandlung können wichtige Voraussetzungen für eine Schwangerschaft schaffen.

4. Was ist ein Hormonstatus?

Ein Hormonstatus umfasst die Untersuchung verschiedener Hormonwerte, die Hinweise auf hormonelle Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches geben können. Welche Werte bestimmt werden und zu welchem Zeitpunkt die Blutentnahme erfolgt, hängt unter anderem von Ihrem Zyklus und Ihrer individuellen Fragestellung ab.

5. Welche Hormone beeinflussen den Kinderwunsch?

Für die Fruchtbarkeit spielen verschiedene Hormone zusammen. Neben den Schilddrüsenhormonen sind insbesondere die Zyklushormone FSH, LH, Estradiol und Progesteron wichtig. Auch das Anti-Müller-Hormon (AMH) zur Beurteilung der Eizellreserve sowie Prolaktin, Androgene und Stoffwechselparameter können wichtige Hinweise auf hormonelle Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches liefern.

6. Was bedeutet ein erhöhter TSH-Wert?

Ein erhöhter TSH-Wert kann auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen. Da die Schilddrüse die Fruchtbarkeit beeinflussen kann, sollte ein auffälliger TSH-Wert bei Kinderwunsch sorgfältig abgeklärt werden. Die Beurteilung erfolgt immer gemeinsam mit weiteren Schilddrüsenwerten, Ihren Beschwerden und Ihrer persönlichen Situation.

7. Kann ich trotz Hashimoto schwanger werden?

Viele Frauen mit einer Hashimoto-Thyreoiditis werden problemlos schwanger. Entscheidend ist, dass die Schilddrüsenfunktion vor und während der Schwangerschaft regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf behandelt wird. Im Hormon- und Schilddrüsenzentrum begleiten wir Sie mit einer individuell abgestimmten Diagnostik und Therapie, um optimale Voraussetzungen für Ihren Kinderwunsch zu schaffen.

8. Sollte Hashimoto vor einer Schwangerschaft kontrolliert werden?

Eine Hashimoto-Thyreoiditis sollte bereits vor einer geplanten Schwangerschaft und auch während einer Kinderwunschbehandlung regelmäßig kontrolliert werden. Dabei beurteilen wir die Schilddrüsenfunktion und gegebenenfalls vorhandene Antikörper, um optimale Voraussetzungen für eine Schwangerschaft zu schaffen.

9. Was ist PMOS und welche Bedeutung hat es bei Kinderwunsch?

Das Polyendokrine Metabolische Ovarsyndrom (PMOS, früher PCOS) gehört zu den häufigsten hormonellen Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches. Typische Hinweise sind unregelmäßige Zyklen, ausbleibende Eisprünge, Akne, verstärkte Körperbehaarung, Gewichtszunahme oder eine Insulinresistenz. Eine gezielte hormonelle und stoffwechselmedizinische Diagnostik hilft, die Ursachen zu erkennen und eine individuelle Behandlung einzuleiten.

10. Können Hormone wiederholte Fehlgeburten begünstigen?

Wiederholte Fehlgeburten können verschiedene Ursachen haben. Neben genetischen, anatomischen oder immunologischen Faktoren können auch hormonelle Veränderungen oder Schilddrüsenerkrankungen eine Rolle spielen. Deshalb prüfen wir bei Bedarf unter anderem die Schilddrüsenfunktion, Schilddrüsenantikörper, Zyklushormone, Prolaktin und Stoffwechselparameter. Die Ergebnisse fließen in eine individuelle Diagnostik und Therapieplanung ein.

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Bitte beachten Sie, dass hier keine Kinderwunsch-Erstgespräche angeboten werden, sondern Sprechstunden zum Thema Endokrinologie und Hormonstörungen.