Endometriosepraxis
In unserer Endometriosepraxis behandeln wir Endometriose ganzheitlich und individuell, um Schmerzen zu lindern und Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zu verbessern.
Endometriose ist eine häufige, gutartige, aber oft schmerzhafte und chronisch verlaufende Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt. Sie tritt bei ca. 7 bis 12 % aller Frauen im Alter von 15 bis 45 Jahren auf und ist die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung. Oft bleibt sie lange Zeit unerkannt, weil die Beschwerden meist unspezifisch und nicht immer eindeutig der Endometriose zuzuordnen sind.
Ein Zusammenhang zwischen Endometriose und unerfülltem Kinderwunsch ist seit vielen Jahren bekannt. Angenommen wird, dass die Prävalenz von Endometriose bei Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch bis zu 50 % beträgt. Verantwortlich dafür können Verwachsungen oder mit Endometriose befallene Eileiter sein. Außerdem kommen eine gestörte Gebärmutterbewegung, ein unregelmäßiger Transport der Spermien sowie eine Einnistungsproblematik bei Endometriose-Befall der Gebärmutterwand (Adenomyose uteri) als Ursachen in Betracht. Auch bei leichter peritonealer Endometriose können die Chancen auf eine Schwangerschaft reduziert sein. Ursächlich werden hier eine Überproduktion von Prostaglandinen, Metalloproteinasen, Zytokinen und/oder Chemokinen diskutiert, die Zeichen eines chronischen Entzündungsprozesses sind und die Follikulogenese, Eizellqualität sowie die Implantation ungünstig beeinflussen können.
Leitsymptom ist der Unterbauchschmerz. Meist ist er zyklusabhängig und verstärkt während der Periodenblutung (Dysmenorrhoe). Je nach Lokalisation kann sich Endometriose aber auch als Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, bei der gynäkologischen Untersuchung oder beim Stuhlgang bemerkbar machen. Wichtige Hinweise auf Endometriose liefern eine gezielte gynäkologische Untersuchung, Zysten sowie die Krankengeschichte (Anamnese). Die endgültige Diagnose kann nur durch eine Bauchspiegelung gestellt werden sowie durch eine feingewebliche (histologische) Untersuchung der Herde.
Warum eine Frau an Endometriose erkrankt, ist bis heute nicht sicher geklärt. Eine Entstehungstheorie besagt, dass eine sogenannte retrograde Menstruation auftritt: Dabei gelangt die Periodenblutung durch die Eileiter „rückwärts“ in den Bauchraum, wo sich dann mitgenommene Schleimhautzellen ansiedeln. Eine zweite Theorie beschreibt eine Verschleppung von Schleimhautzellen über die Blut- und Lymphgefäße und bei Operationen. Ebenfalls diskutiert werden eine genetische Komponente sowie eine entwicklungsbedingte Veranlagung.
Wir sind seit 2013 durch EuroEndoCert nach den Kriterien der Zertifizierungskommission der Stiftung-Endometriose Forschung als Endometriosepraxis zertifiziert. Die Zertifizierung belegt, dass wir über weitreichende medizinische Kompetenz verfügen sowie strenge Kriterien, Richtlinien und Verfahren in Bezug auf Diagnostik und Therapie der Endometriose einhalten. Frau Priv.-Doz. Dr. Dolores Foth ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Endometriose Forschung. Zur ganzheitlichen Behandlung der Endometriose stehen uns u. a. unsere Kooperationspartner der Urologie, Radiologie, Schmerztherapie, Ergotherapie und unsere Psychologin zur Seite. Gemeinsam geht es uns darum, Ihre Lebensqualität durch Schmerzreduktion zu verbessern und Ihnen bei unerfülltem Kinderwunsch individuell zu helfen. Jede Frau mit Endometriose ist individuell. Das Vorgehen hängt vom Ausmaß der Erkrankung, vom Alter, von der Eizellenreserve und von persönlichen Lebensplänen ab. Die Endometriose ist keine Indikation für eine hormonelle ovarielle Stimulation oder Ovulationsinduktion, da diese allein die Chancen auf eine Schwangerschaft nicht verbessert. Für viele Paare ist die IVF-Therapie die Behandlung mit höchster Erfolgschance. Kann der Kinderwunsch aktuell nicht verwirklicht werden, sind fertilitätsprotektive Maßnahme im Sinne einer Eizell-Kryokonservierung möglich.
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