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Injektion einer Samenzelle in die Eizelle

Die intrazytoplasmatische Spermieninjektion ist eine Zusatzmethode zur IVF-Behandlung. Dabei wird eine Samenzelle direkt in die weibliche Eizelle injiziert. Diese Samenzelle wird aus dem Ejakulat gewonnen – oder operativ aus dem Hoden oder Nebenhoden. Es findet also keine selbständige Befruchtung von Eizelle und Spermium statt. Die ICSI-Methode ist dann hilfreich, wenn die Spermienbeweglichkeit oder -menge stark eingeschränkt oder die Befruchtung bei einer klassischen IVF-Behandlung ausgeblieben ist. Die Schritte bis zur Eizellgewinnung (Link zu IVF/Behandlungsschritte) sind bei IVF und ICSI identisch.

So läuft eine ICSI ab

Die Eizellen werden unter einem speziellen Mikroskop mit einer Haltepipette fixiert. Dann wird ein Spermium in eine dünne Injektionspipette aufgezogen und in die Eizelle injiziert. ICSI (Mikroinjektion) ahmt den natürlichen Vorgang des Eindringens eines Spermiums in die Eizelle nach. Mit Hilfe dieser weltweit etablierten Methode lassen sich etwa 50 bis 70 % der gewonnenen Eizellen befruchten. 

Eine Pipette gibt eine Flüssigkeit in eine Petri-Schale. Die Schale liegt auf einer glatten Oberfläche, während im Hintergrund undeutliche Laborausrüstung zu sehen ist. Die Szene vermittelt eine Laborumgebung, in der Experimente durchgeführt werden.