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Übertragung von Samen des Partners in die Gebärmutterhöhle

Die intrauterine Insemination ist die Einbringung zuvor ausgewählter Spermien des Partners in die Gebärmutterhöhle mittels einer dünnen Kanüle. Sie ist eine einfache und nebenwirkungsarme Therapie. Die Erfolgsaussichten sind begrenzt. Mehrere große internationale Studien zeigen im Gegensatz zu früheren Annahmen, auch bei zusätzlicher ovarieller Stimulation, leider nur sehr eingeschränkte Schwangerschaftsraten – deutlich unter 10 % pro Behandlungszyklus! Wenn keinerlei sonstige Einschränkungen bei beiden Partnern vorliegen, dann ist dieses Verfahren nur bei sehr wenigen Indikationen – Ejakulations- und Erektionsstörungen, bei anatomisch begründetem schwerem Gebärmutterhals-Faktor, bei Verwendung von Spendersamen, etc. –  sinnvoll. Grundsätzlich sollten dabei die Patientinnen im Hinblick auf die eingeschränkte Erfolgsrate auch nicht älter als 35 Jahre alt sein und der Kinderwunsch nicht wesentlich länger als ein bis zwei Jahre zurückliegen. 

Insemination mit Samen des Partners

Bei der künstlichen Befruchtung werden zuvor ausgewählte Spermien des Partners in die Gebärmutter eingebracht.

Den Einfluss der Hormone nutzen

Im ersten Schritt kann die intrauterine Insemination durch eine ovarielle Stimulationsbehandlung vorbereitet werden. Daraufhin folgt eine Reihe weiterer Schritte. 

Insemination mit Spendersamen

Bei der künstlichen Befruchtung mit Spendersamen werden Spermien einer Samenbank in die Gebärmutter eingebracht. 

Heterologe Insemination

Bei völligem Fehlen von Spermien des Partners, z. B. infolge von Krankheit, einer Operation oder Strahlentherapie, kann die intrauterine Insemination auch mit Spendersamen (sog. heterologe Insemination) durchgeführt werden. Gerne beraten wir Sie über diese Möglichkeit.

1.Förderung der Eizellreifung

Für eine intrauterine Insemination kann die Eizellreifung durch ovarielle Stimulation mittels Gabe der Medikamente Clomifen, Letrozol, FSH oder HMG unterstützt werden.

2.Kontrolle der Eizellreifung

Per Ultraschall und Blutuntersuchung
Zu Beginn der Behandlung untersuchen wir per Ultraschall, ob alles in Ordnung ist. Die heranwachsenden Follikel kontrollieren wir während der Stimulationsbehandlung ebenfalls per Ultraschall. Parallel messen wir das Hormon Estradiol (E2) im Blut, eventuell auch LH und Progesteron.

3.Auslösen des Eisprungs

Die Insemination vorbereiten
Sobald die Hormon- und Ultraschalluntersuchungen die entsprechenden Werte erreicht haben, lösen wir den Eisprung durch hCG-Injektion (anstelle des natürlichen LH) aus.

4.Samengewinnung

Schnell und keimfrei ins Labor bringen
Entscheidend ist, dass der Samen am Tag der Befruchtung zwei Stunden vor dem Termin der Partnerin keimfrei vorliegt. Er kann auch zu Hause gewonnen werden – muss aber dann sofort in unser Labor gebracht werden. Dort wird das Sperma speziell aufgearbeitet und für die Insemination vorbereitet.

5.Auswahl

Spermienqualität sicherstellen
Wir wählen die optimalen Spermien aus und bereiten die Samenprobe für die Insemination vor.

6.Insemination

Spermien in die Gebärmutterhöhle übertragen
Zum Zeitpunkt des Eisprungs übertragen wir die besonders aufbereiteten „gewaschenen“ Spermien des Partners (sog. homologe Insemination) mit Hilfe einer Spritze und eines dünnen Katheters direkt in die Gebärmutterhöhle. Die Insemination wird vor allem bei leicht eingeschränkter männlicher Zeugungsfähigkeit eingesetzt. Gleiches gilt bei Auffälligkeiten im Bereich des Gebärmutterhalses, die ein Aufsteigen der Spermien in die Gebärmutterhöhle stören. 
 

Eine Pipette gibt eine Flüssigkeit in eine Petri-Schale. Die Schale liegt auf einer glatten Oberfläche, während im Hintergrund undeutliche Laborausrüstung zu sehen ist. Die Szene vermittelt eine Laborumgebung, in der Experimente durchgeführt werden.