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Neues aus der Reproduktionsmedizin

Wissenschaftliche und rechtliche Entwicklungen u.v.m.

März 2016
Erhöhte Chance auf Schwangerschaft bei reduzierter Therapieanzahl dank Embryoscope

Das Embryoscope ist ein Brutschrank mit einer mikroskopischen Spezialkamera, die alle 20 Minuten 7 bis 8 Bilder von jedem Embryo aufnimmt. Dieser Brutschrank ist ein neuer Standard in der Reproduktionsmedizin, da die fortlaufende fotografische Überwachung die Embryonen schont und deren Einschätzung erheblich verbessert. Höhere Schwangerschaftsraten bei In-vitro-Fertilisation (IVF/ICSI) sind das Ergebnis. Erfahren Sie mehr!
Januar 2016
Fehlgeburten nach einer IVF-Therapie

Unter einer Fehlgeburt versteht man die vorzeitige Beendigung einer Schwangerschaft, wobei das Risiko dafür im ersten Drittel der Schwangerschaft am höchsten ist. Bei Schwangerschaften nach natürlicher Empfängnis liegt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt bei ca. 15 %; das Risiko nimmt mit dem Alter der Frau zu. mehr
Dezember 2015
Schadet eine ART-Behandlung dem Kind?
In den Medien tauchen von Zeit zu Zeit Berichte auf, die nahe legen, dass Kinder aus medizinisch assistierter Reproduktion (ART) gesundheitlich beeinträchtigt sein könnten. Das sind zum einen angeborene Fehlbildungen, zum anderen Herz-Kreislauferkrankungen. mehr
März 2015
Sie wollen wissen, welche Kosten Ihre Krankenkasse im Rahmen der Kinderwunschbehandlung übernehmen?


Hier (257 kB) ist die Zusammensetzung der Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Dezember 2014
Social Freezing: Vorsorgliches Einfrieren von Einzellen zur freieren Bestimmung des Schwangerschaftszeitpunkts


Seit Apple und Facebook ihren Mitarbeiterinnen in Amerika anbieten, die Kosten für das Einfrieren von Eizellen zu erstatten, damit sie vor dem Kinderkriegen Karriere machen können, ist das Thema in aller Munde. Auch wir bieten in unserer Klinik Social Freezing an und informieren Sie gerne über die Chancen und Rahmenbedingungen. mehr
November 2014
Bundessozialgerichtsentscheidung: Kein Geld für Kinderwunsch-Behandlung ohne Trauschein


Das Bundessozialgericht in Kassel hat entschieden, dass ledige Paare mit unerfülltem Kinderwunsch für medizinische Behandlungen kein Geld von der gesetzlichen Krankenkasse bekommen.Es wies damit die Revision einer Krankenkasse zurück, die auch unverheirateten Paaren Zuschüsse für die Behandlungen zahlen wollte ... zum vollständigen Artikel

Quelle: Süddeutsche.de, 18.11.2014
Oktober 2014
Weltweit erste Geburt nach Gebärmutter-Transplantation in Schweden
Der Arbeitsgruppe von Professor M. Brännstrom in Göteborg ist es weltweit erstmals gelungen einer Frau nach Transplantation einer Gebärmutter zur Geburt eines gesunden Kindes zu verhelfen (Lancet online, October 5, 2014). Die Frau litt unter einem genetisch bedingtem Fehlen der Scheide und der Gebärmutter (Mayer-von Rokitansky-Küster-Hauser Syndrom). Diese Fehlbildung tritt mit einer Häufigkeit von 1:4500 bei Frauen auf. Der jetzt 36-jährigen Mutter wurde nach Transplantion der Gebärmutter einer lebenden 61-jährigen Frau - die selbst zwei Kinder geboren hat - ein Embryo nach in vitro Fertilisation (ICSI) übertragen. Der Junge wurde wegen Präeklampsie am Ende der 32.Schwangerschaftswoche durch Kaiserschnitt im September dieses Jahres entbunden. Das Kind war zeitgerecht entwickelt (1775 g, 40 cm, APGAR Score: 9,9,10). Drei Wochen nach der Entbindung wurden Mutter und Kind (2040 g) gesund nach Hause entlassen.

Vor 14 Jahren wurde in Saudi-Arabien die erste Uterus-Transplantation vorgenommen. Diesem ersten Erfolg geht eine 10-jährige Forschungsarbeit der schwedischen Gruppe in weltweiter Kooperation mit international renommierten Medizinern und Biologen voraus. Die Patientin gehört zu neun Patientinnen, die im vergangenen Jahr im Rahmen von Brannströms Programm die Gebärmutter von lebenden Spenderinnen eingesetzt bekamen. Bei zwei von Ihnen musste diese nach wenigen Monaten wegen Komplikationen wieder entfernt werden, bei den anderen verlief der Eingriff bisher erfolgreich.

Sollte sich dieses Verfahren weiter etablieren, dann wird man damit Patienten mit unterschiedlichen Fehlbildungen der Gebärmutter, bei Verwachsungen in der Gebärmutter nach Fehlgeburten, bei Endometriose/Adenomyose, etc. zur Geburt eines eigenen Kindes verhelfen können, ohne dass eine Leihmutterschaft als letzter Ausweg bleibt.
August 2014
Embryo-Kultur / Deutscher Mittelweg


Wie aus der Presse entnommen werden konnte, hat die Staatsanwaltschaft München I ein Ermittlungsverfahren gegen Münchener Kollegen eingestellt, die den "Deutschen Mittelweg“ praktizieren. Gegen diese - wie auch gegen eine Vielzahl anderer Kollegen - hatte der österreichische Reproduktionsmediziner Prof. Dr. Zech Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Embryonenschutzgesetz erstattet.

Die Verfügung der Münchner Staatsanwaltschaft reiht sich ein in die Entscheidungen der Staatsanwaltschaften Darmstadt, Düsseldorf und Köln, die in ähnlich gelagerten Fällen die Verfahren ebenfalls eingestellt haben.

Dr. Ulrich Hilland, 1. Vorsitzender BRZ

Quelle: Bundesverband Reproduktionsmedizinsicher Zentren Deutschlands e.V.
Februar 2013:
Urteil des OLG Hamm zur Herausgabe des Namens des Samenspenders an ein mit seinem Samen gezeugtes Kind


Das OLG Hamm hat in seinem Urteil (Az: I-14 U 7/12) entschieden, dass das Recht eines mittels Samenspende gezeugten Kindes auf Kenntnis seiner genetischen Abstammung schwerer wiegt, als die ärztliche Schweigepflicht und das Recht des Samenspenders auf den Schutz seiner Daten. Wir begrüßen diesen Urteilsspruch ausdrücklich und die damit geschaffene Rechtssicherheit für die Ärzte und die mittels Samenspende gezeugten Kinder. Bedauerlich ist jedoch der Umstand, dass der Gesetzgeber bis heute keine hinreichende Regelung zum Schutz von Samenspender gegen erb- und unterhaltsrechtliche Ansprüche getroffen hat. Auch ein standardisiertes Verfahren, das die Herausgabe der Spenderdaten regelt, gibt es bis heute nicht. Wie soll die Möglichkeit der Kontaktaufnahme im konkreten Fall gestaltet werden und was passiert, wenn der Samenspender keinen Kontakt wünscht?