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Embryoscope

Erhöhte Chance auf Schwangerschaft bei reduzierter Therapieanzahl

Das Embryoscope ist eine neue Methodik in der Reproduktionsmedizin, welche die Schwangerschaftsraten bei extrakorporaler Befruchtung (IVF/ICSI) inzwischen weltweit verbessert. Es handelt sich dabei um einen Brutschrank mit mikroskopischer Spezialkamera, die alle 20 Minuten sieben bis acht Bilder von jedem Embryo anfertigt. Diese Bilder ermöglichen erstmals die fortlaufende nicht-invasive Beobachtung zellulärer und molekularer Veränderungen. Dies kommt einer bahnbrechenden Entwicklung in der Embryo-Kultur gleich und bringt große Vorteile mit sich:

  • Die Embryonen werden geschont: Sie müssen zur Betrachtung nicht mehr aus dem Brutschrank genommen werden.
  • Die Embryonen können deutlich besser eingeschätzt und Fehler besser erkannt werden: Ein Qualitätsindikator ist zum Beispiel der Zellteilungszyklus – er kann nur im Zeitraffer festgestellt werden.

Bei Brutschränken ohne Spezialkamera wird das Wachstum von Eizellen und Embryonen nur ein Mal am Tag überprüft. So kann man zwar feststellen, ob es zu einer Befruchtung gekommen ist und ob sich die Embryonen zeitgerecht entwickeln. Entwicklungsstörungen bleiben jedoch unentdeckt.

Das Embryoscope dagegen ermöglicht eine deutlich bessere Identifikation des für den Transfer geeigneten Embryos – u. a. mithilfe der innovativen Sofware KidScore d3 von Vitrolife. Dies führt nicht nur zu einer höheren Schwangerschaftsrate als bei normaler Inkubation, sondern reduziert auch die Anzahl notwendiger Therapien bis zum Eintritt einer Schwangerschaft. Eine Publikation (Rubio 2014 Fert. Stert.) zeigt dies ebenso wie unsere eigenen Daten. Da sowohl unsere Biologen als auch Ihr Arzt Zugriff auf die Bilddaten des Embryoscopes hat, kann er Ihnen diese sogar auf dem iPad zeigen.
Graphische Darstellung der betrachteten Embryo-Entwicklungsereignisse t2, t3, t4, t5, CC2 = t3 - t2 und s2 = t4 - t3. Identifikation der genauen Zeitpunkte, gemessen in Stunden, nach ICSI Spermieninjektion.
Bildquelle: Meseguer, et al. (2011) Human Reproduction, 26(10) 2658-2671

Invasive Methoden

Vor der Entwicklung des Embryoscopes wurde u. a. auch durch invasive Methoden versucht, die Eizell- bzw. Embryonalentwicklung besser einzuschätzen. So sollte z. B. die Polkörperbiopsie (PKB, PBB)präzisere Informationen über die weitere Zellentwicklung geben. Dieses invasive „Screening“ (PGS) hat jedoch nicht zu einer Verbesserung, sondern zu einer Reduktion der Schwangerschaftsraten geführt. Daher haben die invasiven Verfahren gegenwärtig nur noch Bedeutung bei der präimplantiven Diagnostik von monogenen Erkrankungen (PID).
Im angefügten Film zeigen wir Ihnen eine befruchtete Eizelle mit einer normal ablaufenden Embryonalentwicklung.
  • Welche Kosten entstehen?