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Welche Chancen und Risiken birgt die In-vitro-Fertilisation?

Die Chance: Je jünger die Frau, desto besser

Die Schwangerschaftserwartung nach In-vitro-Fertilisation oder In-vitro-Fertilisation plus Intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) ist etwa so hoch, wie die natürliche Schwangerschaftserwartung eines gesunden Paares. Die natürliche Schwangerschaftsrate liegt bei 20 bis 25 % pro Zyklus.

  • Die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer beträgt bei uns 44,6 % pro Embryo-Transfer bei IVF+ICSI bei der ersten Therapie bei Frauen bis 40 Jahre.
  • Nach bis zu vier Behandlungszyklen sind 83,5 % der Frauen schwanger. Wesentlichen Einfluss auf die Erfolgschance hat das Lebensalter der Frau.

Die Schwangerschaftsraten des MVZ PAN Instituts

Die Risiken: Überstimulation kann Nebenwirkungen zur Folge haben - aber die sind behandelbar

Wie jeder körperliche Eingriff ist auch die In vitro Fertilisation mit Risiken verbunden. Ziel der Hormontherapie ist das Heranreifen mehrerer Eizellen. Trotz sorgfältiger Ultraschall- und Serumhormonkontrolle kann es zu einer Überstimulation kommen. Das sogenannte Überstimulationssyndrom ist mit einer deutlichen Vergrößerung der Eierstöcke, Unterbauchschmerzen sowie relativ hohen Östrogenspiegeln verbunden, die zu einer vermehrten Gefäßdurchlässigkeit und damit zu einem erhöhten Thromboserisiko führen. Diese Symptome sind jedoch gut zu behandeln und bilden sich wieder vollständig zurück. Im Rahmen der Vordiagnostik für eine IVF werden Patientinnen mit einem hohen Risiko für eine Überstimulation erkannt. Durch eine individuell angepasste Stimulation können heute Überstimulationen weitgehend vermieden werden.

Erhöhte Chance auf eine Mehrlingsgeburt
Um die Erfolgschance des IVF-Verfahrens zu erhöhen, werden meist zwei, maximal drei Embryonen übertragen. Damit ist die Mehrlingsrate gegenüber der normalen Mehrlingsrate erhöht: Von 100 Geburten nach IVF/ICSI sind 21,95 Prozent Zwillingsgeburten und 0,733 Prozent Drillingsgeburten (Deutsches IVF-Register 2012). Dem steht eine natürliche Häufigkeit von 1,2 Prozent Zwillingsgeburten und 0,013 Prozent Drillingsgeburten gegenüber.

Fehlbildungsrisiko bei extracorporaler Befruchtung
Das Auftreten einer Fehlbildung beim Kind kann für keine Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Die Diskussion darüber, ob für Kinder, die nach einem IVF- oder ICSI-Verfahren gezeugt wurden, das Risiko einer Fehlbildung erhöht ist, kann bis heute nicht abgeschlossen werden. Die Zahlen zeigen jedoch, dass das gegenüber ohne reproduktionsmedizinische Massnahmen konzipierten Kindern leicht erhöhte Risiko nicht den Methoden zuzuschreiben ist, sondern in erster Linie auf den genetischen und persönlichen Voraussetzungen der Eltern mit Fruchtbarkeitsstörungen beruht.

Risikoerhöhungen im Prozentbereich können dann auftreten, wenn das Paar zusätzliche individuelle Eigenschaften einbringt wie:

  • Erhöhtes Alter
  • Übergewicht oder Diabetes mellitus bei der Frau
  • "Verwandten-Ehe"
  • Genetische Störungen bei einem der Partner oder in der Verwandtschaft
  • Vorausgegangene Geburt von Kindern des Paares mit angeborenen Störungen bzw. Vorkommnisse in der Verwandtschaft
  • Zustand nach Strahlen- oder Chemotherapie
  • Negative Ernährungsweisen bzw. Umwelteinflüsse während der Schwangerschaft (z. B. Rauchen oder Mangelernährung)
Weitere Informationen finden Sie auch auf www.repromed.de.

Keine Hinweise auf erhöhtes Krebsrisiko
Immer wieder werden fruchtbarkeitsteigernde Medikamente mit einem einhergehenden höheren Krebsrisiko in Verbindung gebracht. Dafür gibt es keinerlei Hinweise.