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Schadet eine ART Behandlung dem Kind?

In den Medien tauchen von Zeit zu Zeit Berichte auf, die nahe legen, dass Kinder aus medizinisch assistierter Reproduktion gesundheitlich beeinträchtigt sein könnten. Das sind zum einen angeborene Fehlbildungen, zum anderen Herz-Kreislauferkrankungen.

Es gibt in der Tat einige wissenschaftliche Studien, die einen Zusammenhang zwischen Sterilitätsbehandlung und Fehlbildungen nachweisen. Dabei ist die Interpretation dieses Ergebnisses komplexer, als es auf den ersten Blick scheint: Es ist nämlich nicht nachweisbar, ob die Behandlung selbst, oder aber die Faktoren von Seiten des Paares als ursächlich anzusehen sind. Mit anderen Worten: Wir wissen nicht mit Sicherheit, ob bislang unbekannte Faktoren des Paares verantwortlich für die Fehlbildungen sind oder die Behandlung mit Stimulation, evtl. Punktion und Embryokultur.

Ganz ähnlich ist die momentane Lage bei den Herz-Kreislauferkrankungen nach ART-Behandlung. Kinder aus ART-Behandlungen haben ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, erhöhte Blutfette und Zuckerspiegel. Die Studien diskutieren hier wieder die Behandlung an sich und die Konstellation des Paares als Ursachen. Paare, die eine ART-Behandlung machen sind im Vergleich eher älter, eher übergewichtig und hatten bislang keine Schwangerschaft. Damit liegen hier schon einige Risikofaktoren für den Nachwuchs verborgen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass bestimmte Gesundheitsrisiken bei Kindern nach einer ART-Behandlung beobachtet werden. Es gibt bislang keinen Beweis, dass die Behandlung an sich das Risiko darstellt. Vielmehr muss man die Paarkonstellation (Alter, BMI, etc.) betrachten, die bei ART-Kindern im Vergleich zu natürlich konzipierten Kindern meist weniger günstig ist. Es ist bekannt, dass bei Kinderwunschpatienten unabhängig von der Art der Behandlung das Fehlbildungsrisiko erhöht ist. Dies zeigen auch Studien zur Epigenetik solcher Erkrankungen. Ein gesunder Lifestyle mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung, Verzicht auf Genussgifte ist in jedem Fall günstig für die eigene Gesundheit und die des Nachwuchses.